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Monthly archive

November 2016

Cordula Simon: Tschick und Weib. (Bauer and me)

in Dossier: Wolfgang Bauer

Es klopft an der Tür. Sie: Wer ist da? Das Klopfen wird heftiger, schroffer Sie: Wer ist da? Er: Ich. Sie öffnet die Tür Er: Ich hab dir doch gesagt, dass du nachts nicht aufmachen sollst. Warum machst du auf? Er torkelt ein bisschen, tritt durch die Tür. Er: Mach mir was zu essen. Sie:…

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Wilhelm Hengstler: BAUER POINT ÜBERSCHREIBUNG

in Dossier: Wolfgang Bauer

Ich möchte auch von Wolfgang Bauer profitieren Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Bauer-Fans und Literatur-Freunde! Ich möchte auch wieder einmal von Wolfgang Bauer profitieren! Meine eher ephemere Legitimation, Sie hier und jetzt mit meinen Erinnerungen zu traktieren, besteht darin, ihm vor ca. 2 Generationen über den Weg gelaufen zu sein. Seither habe ich…

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André Karwath aka Aka - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15164

Olga Flor: Der Albtraum

in Writers' Blog

Letztens hatte ich einen Albtraum, und einen solchen Ekel wie dieser Traum hat noch keiner in mir erzeugt, keiner jedenfalls, an den ich mich erinnern könnte. Ich befand mich in einem Freigelände, einem Park vielleicht, leicht hügelig, mit Büschen und Baumreihen, Springbrunnen und Repräsentationsalleen, durch die man per Kutsche anrollen konnte. Ein Mann stand viel…

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Günter Eichberger: Schlupfkirsch oder Genussgenuss

in Dossier: Wolfgang Bauer

Das Porträt einer literarischen Freundschaft zeichnet Günter Eichberger in seinem erstmals 2007 erschienenen Essay Schlupfkirsch oder Genussgenuss oder Der fröhliche Vogel der Anarchie. Die freundschaftliche Beziehung zwischen Wolfgang Bauer und dem Schriftsteller und Soziologen Gunter Falk (1942–1983), die u. a. gemeinsam das ironische Manifest der Happy Art & Attitude verfassten, steht im Mittelpunkt von Eichbergers…

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Diedrich Diederichsen: Legitimität und Illegalität – Avantgarde und Menschenopfer

in Dossier: Wolfgang Bauer

Diedrich Diederichsen analysiert in seinem 1994 erstmals erschienenen Beitrag Legitimität und Illegalität – Avantgarde und Menschenopfer die Funktionsmechanismen der Künstlergruppe, die als Konstrukt einer prekären Verbindung von individualanarchistisch-elitärem Einzelanspruch und sozialen Durchsetzungsregeln auf Opferfiguren angewiesen ist, die die Wertsetzungen innerhalb der (opinion leaders einer) Gruppe durch die Exklusion beglaubigen. In Bauers Change ist für Diederichsen…

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Gerhard Melzer: Der aufgebrochene Künstlerschädel

in Dossier: Wolfgang Bauer

In Der aufgebrochene Künstlerschädel würdigt Gerhard Melzer auf einer sehr persönlichen Ebene das Gesamtwerk von Wolfgang Bauer. In seinem, ursprünglich als Rede anlässlich des 60. Geburtstags von Wolfgang Bauer (2001) verfassten Text, zeichnet Melzer behutsam die wesentlichen Linien, Stationen und Themen der Künstlerdramen Bauers nach und spricht sich gegen allzu oberflächliche Lesearten aus, wie sie…

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Wilhelm Hengstler: Der Konstruktionskünstler

in Dossier: Wolfgang Bauer

Eine im üblichen literaturwissenschaftlichen Zugang stets vernachlässigte Sichtweise offeriert Wilhelm Hengster in seinem bereits 2001 im Wiener Radiokulturhaus gehaltenen Vortrag Der Konstruktionskünstler. Hengstler unterscheidet in bezug auf die Bauers Dramen zugrunde gelegten Realitätsdefinitionen vier Phasen mit unterschiedlichen Akzentuierungen und Entwicklungen: von den dem Theater des Absurden verpflichteten Imaginationskonstruktionen der „Mikrodramen“ über die hyperrealistischen Erfolgsstücke und…

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Kurt Bartsch: Wolfgang Bauer

in Dossier: Wolfgang Bauer

Kurt Bartschs Beitrag über Wolfgang Bauer ist eine kompakte Einführung in dessen Gesamtwerk. Bartsch, der Bauers dramatisches Werk gegen die Zuordnung zum neuen kritischen Volksstück eines Franz Xaver Kroetz oder Peter Turrini in Schutz nimmt, weist mittels close reading nach, dass Bauer von seinem ersten, vom absurden Theater Ionescos beeinflussten Einakter, Der Schweinetransport, bis zu…

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Ödön von Horváth: Führerschein 1934 (Ausschnitt, © Ödön-von-Horvath-Gesellschaft Murnau)

Ödön von Horváth: Führerschein (1934)

in Objekt des Monats

Führerschein Nr. 1654i/34, ausgestellt in Berlin am 21. September 1934 auf Ödön von Horváth, geboren am 9. Dezember 1901 in Fiume, wohnhaft in Berlin, Kurfürstendamm 33. Sammlung Ödön von Horváth der Ödön-Horváth-Gesellschaft Murnau am Staffelsee, Oberbayern. Autos sind in den Texten Ödön von Horváths (1901–1938) höchst gefährliche Objekte, in ihnen kulminieren Macht, Geld, Hierarchie und…

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Jörg Drews: Das stille Schilf rauscht im Karton

in Dossier: Wolfgang Bauer

Jörg Drews (1938-2009) war als literaturwissenschaftlicher Experte für die „Grazer Gruppe“ (etwa als Herausgeber des folgenreichen Sammelbands Als die Grazer auszogen, die Literatur zu erobern, 1975) gleichzeitig ein enthusiasmierter Leser der Gedichte Bauers. In seinem Text von 2007 – Das stille Schilf rauscht im Karton oder Zum Verzweifeln schlecht, das heißt: großartig – geht er…

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