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Writers‘ Blog - page 2

© Cordula Simon

Cordula Simon: Porn

in Writers' Blog

2016 war ein hartes Jahr für Pornografie – und nicht nur für die Darstellerinnen: Zensur greift in immer mehr Ländern um sich. Das Umleiten von IP-Adressen zu Pornografieseiten im Iran hat dieses Jahr zum Beispiel den Zugriff des halben asiatischen Kontinents auf Pornoseiten lahmgelegt. In Bangladesch wurden über 500 Pornoseiten gesperrt, angeblich um Kinder vor…

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© Valerie Fritsch

Valerie Fritsch: Das Herz eines Blauwals ist groß wie ein Kleinwagen

in Writers' Blog

Prophezeiungen Wenn es Winter wird und kalt, möchte ich verreisen. Wenn die schlechten Nachrichten in den Zeitungen schlechte Gewohnheiten werden, will ich die Koffer aus den dunklen Nischen ziehen und fortgehen, für ein paar Tage nur, an jene menschenfernen, unverortbaren Flecken der Welt, deren bloße Existenz all die böse macht, die einen lieben, weil man…

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André Karwath aka Aka - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15164

Olga Flor: Der Albtraum

in Writers' Blog

Letztens hatte ich einen Albtraum, und einen solchen Ekel wie dieser Traum hat noch keiner in mir erzeugt, keiner jedenfalls, an den ich mich erinnern könnte. Ich befand mich in einem Freigelände, einem Park vielleicht, leicht hügelig, mit Büschen und Baumreihen, Springbrunnen und Repräsentationsalleen, durch die man per Kutsche anrollen konnte. Ein Mann stand viel…

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© Cordula Simon

Cordula Simon: Porn Partay!

in Writers' Blog

Es ist wieder soweit: Das Pornfilmfestival Berlin hat wieder begonnen und das Moviemento seine Pforten geöffnet. Diesmal misst man wirklich nichts: Es gibt Workshops für Bondage und Workshops in denen man Glory Holes baut, es gibt Podiumsdiskussionen zum Sex-Positive Parenting, in der es darum gehen wird, Kinder zu Körperbewusstsein und Reflexion zu erziehen, aber auch…

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© Valerie Fritsch

Valerie Fritsch: Poetische Tiere (Teil 1)

in Writers' Blog

Magellan-Pinguine fürchten den Menschen nicht und sind so wenig scheu, dass in Fachbüchern steht, man müsse besondere Acht geben, ihnen nicht auf die Füße zu steigen. Tannenzapfentiere haben eine Schnauze einem Rohr gleich, durch das Insekten auf dem Teppich einer langen Zunge ihnen in Reih und Glied in den Magen hinab marschieren. Odinshühnchen legen für…

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© Olga Flor

Olga Flor: Loslassen

in Writers' Blog

Jemanden, den man liebt, gehen zu lassen, gehört wohl zum Bittersten, das man als Mensch bewältigen können muss, will man nach dem depravierenden Ereignis wieder einigermaßen zu einem psychischen Gleichgewicht zurückfinden; nicht immer gelingt dieser Versuch. Ritualisierungen sollen den Übergang von Gegenwart zu Verlust erleichtern, sie bieten einen Rahmen, an dem man sich festhalten zu…

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© Valerie Fritsch

Valerie Fritsch: Mit gebrochenen Armen und lidlosen Augen

in Writers' Blog

Kürzlich wanderte ich auf einer Lesereise durch eine Stadt voller Statuen. Hinter jeder Ecke und aus jedem Platz wuchsen Figuren hervor, menschenähnlich, glatt und stumm, auch aus den Fassaden hoher Häuser erhoben sich Reliefgesichter, in deren geöffneten Mündern Vögel nisteten und durch die steinerne Lippen davonflogen. Überall tauchten sie auf, die unbeseelten Gestalten mit ihren…

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© Olga Flor

Olga Flor: Lesen Sie?

in Writers' Blog

So richtig von Papier und aus Büchern? Ein Fehler. So kommt man nie auf einen grünen Zweig, nicht mit der harten Arbeit rühriger Synapsen, braucht nämlich keiner, diese Dienstleistung, der Markt ist ein empfindsames Wesen, das reagiert flatterhaft und fluchtbereit, jeder Zeit ihr Sensibelchen. Da gibt es eine Horde bebrillter älterer Herren, die verbrennen rituell…

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© Bibiana Stift

Cordula Simon: Porn nuit (Auszug aus Spieler)

in Writers' Blog

Wie sind wir hier gelandet? Wie kam ich auf diesen Küchentisch? Meine Wange, Wimpern in den Dünen des umgeworfenen Zuckers. Vor wenigen Minuten schrie ich dich an. Mein Mantel, wie ein verrecktes Tier am Boden, eingekauert. Du magst wenn ich nein sage. Ich versuche eine Armlänge Abstand zu halten. Ich sage nein, ich lache. Mache…

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© Valerie Fritsch

Valerie Fritsch: Organe aus Stein

in Writers' Blog

Im Museum wird man zum Kind, lernt endlich wieder neue Worte, sieht Tiere, für die man keinen Namen hat, schaut auf eine Welt, der der Mensch die längste Zeit unbekannt war. Man streift durch die Gänge mit hallendem Schritt, lässt seine Fingerabdrücke auf den speckigen Vitrinengläsern zurück und trägt jene der Fremden auf den Kuppen…

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