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Writers‘ Blog - page 4

Max Höfler: „Disintegration of European Union“

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„Disintegration of European Union“ (nach einem orchestralen Stück vom sehr guten Slobodan Kajkut, aufgeführt in einer Szenerie des Herren Ernst M. Binders, der ebendort Heiner Müller zeigte).   max höfler, 1978, freilebender experimentalschriftler und literaturbeauftragter des forum stadtpark, Graz.

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© Valerie Fritsch

Valerie Fritsch: Biolumineszente Lebewesen als Festtagsschmuck

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Die Welt wird aufgeputzt zu den winterlichen Feiertagen, verziert mit Strohengel und Nadelkranz, erleuchtet von Halogenstern und Kerzenschein, gelben Fenstern in der Nacht und Lichterketten an den Toren, als habe man sich einer großen Dunkelheit zu widersetzen. Ich hab’ meine finsteren Zimmer mit Bienenwachskerzen und biolumineszenten Lebewesen geschmückt. Die Wände behangen mit leuchtenden Tieren, mit…

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Quelle: wikimedia, Jochen2013

Olga Flor: Moral und Öffentlichkeit

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Nicht lange nachdem ich aufgrund äußerer Umstände von der deutschen Großstadt, und das war zufällig Köln, in die österreichische Provinz versetzt wurde, lernte ich das Konzept des AUSGREIFENS kennen. Ausgreifen, so hieß das, wenn die männlichen Heranwachsenden versuchten, die Brüste der Mädchen aus dem Hinterhalt und meist im Schutz der Gruppe zu packen und in…

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© Cordula Simon

Cordula Simon: porny-wah-wah

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In meinem Haus wird gehämmert und gebohrt. Ein bisschen hört es sich an, als würde sich jemand einen Dungeon mit einer Unmenge metallener Ketten bauen. Die Geräuschkulisse muss also, um überhaupt arbeiten zu können, ausgeblendet werden. Für Arbeit ist ein vernünftiger, nicht zu schneller und daher nicht ermüdender Rhythmus zu bevorzugen. Sie sehen bereits, worauf…

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© flickr.com/photos/chipmonk

Olga Flor: Zäune

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Wozu es einen Zaun brauchen soll, wenn ohnehin schon alles eingezäunt ist, ist durch den Augenschein in Spielfeld nicht nachvollziehbar. Die Menschen stehen oder sitzen am Boden in einem schlangenförmigen Gattersystem, in Viehzäunen, die zur Engführung auf den Verschiebebusbahnhof hinleiten, eine Verschubhalle, wie für eine Auktion, wer will sie nicht, wer bietet am wenigsten, oder…

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© Valerie Fritsch

Valerie Fritsch: Das genetische Gedächtnis

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Kirschblüten und Krieg Entgegen der Mendelschen Vererbungslehre vererben Mäuse, denen man beibrachte, sich vor dem Geruch von Kirschblüten zu fürchten, ihre Angst vor Blumenduft ihren Kindern weiter. Sie kommen mit erfahrungsbasiertem Wissen ohne Erfahrung zur Welt. Nicht nur die Erbsubstanz, aber die Erinnerung ihrer Eltern wohnt ihnen in den Knochen. Ein genetisches Gedächtnis. Fahrig sitzen…

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Cordula Simon: Pornös

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In der Wohnung über mir wird gebohrt und gehämmert. Daher versuche ich eine kleine Konzentrationsübung. Man muss sich ja gelegentlich vom Bohren und Hämmern ablenken und Nebenher darauf hinweisen, dass Pornografie von der Metaebene viel zu bieten hat. Auf der Seite pornmd.com/live-search kann man die Begriffe mitlesen, die Nutzer der Seite gerade erst eingegeben haben….

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© Cordula Simon

Cordula Simon: Pornoid

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Ich bin erst kürzlich umgezogen. Die letzten Nachbarn waren zu laut. Da erfährt man schließlich Dinge, die man gar nie wissen wollte. Aus einem meiner derzeitigen Nachbarhäuser jedoch auch. Um etwa ein Uhr früh zwei Männerstimmen. Am Anfang noch Stöhnen, später Schreie. Und Metallgeräusche, als wäre jemand an einem Rohr angekettet. Natürlich werfe ich einen…

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© Valerie Fritsch

Valerie Fritsch: Zinnober macht unsterblich

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Alchemie, Literatur und der Kaiser von China Literatur ist aus Welt gemacht, in der Retorte des Menschen. Das Schreiben ist eine Meta- Chemie, die mit allen bekannten Elementen experimentiert, ihre Kombinierbarkeit testet, ihre Reaktionen und ihre Wandelbarkeit. Es baut aus den Bestandteilen der einen Welt, die wir kennen, viele andere Welten, von denen wir noch…

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Olga Flor: Ist das so?

Olga Flor: Ist das so?

in Writers' Blog

Brauchte es zu aufklärerischen Zwecken wirklich Pornos im Hauptabendprogramm? Das erscheint zweifelhaft, schon deshalb, weil das Konzept Hauptabendprogramm hoffnungslos überholt ist. Auch die meist mit Ablaufdatum versehenen Downloadmediatheken der Öffentlich-Rechtlichen verursachen mittlerweile, nun ja, ein gewisses Gähnen.

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