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Dossier online - page 14

© Gerhard Fuchs

Arthur Schnitzler: Widmungsexemplar an Franz Nabl

in Objekt des Monats

Arthur Schnitzler: Sterben. Novelle, 3. Aufl. Berlin: S. Fischer 1901. Franz Nabl Bibliothek. Anfang Februar 1907 schickt der Student und angehende Schriftsteller Franz Nabl (1883-1974) seine Novelle Der Schwur des Martin Krist im Manuskript an den schon arrivierten Arthur Schnitzler (1862-1931), weil er darauf aufmerksam gemacht wurde, dass sein Text Parallelen zur (schon 1894 erstveröffentlichten)…

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© Cordula Simon

Cordula Simon: Pornesque

in Writers' Blog

Autoren sind ja grässliche Menschen: ständig belauschen wir Fremde und überlegen, ob Gesagtes in einem Text landet. Zuletzt hörte ich Streit aus einer benachbarten Wohnung. Durch die Wände ist alles schrecklich undeutlich. Dann höre ich ganz klar die weibliche Stimme: „Du hast Pornos geschaut, ich weiß es ganz genau!“ Danach habe ich gar nichts mehr…

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(c) gemeinfrei

Robert Menasse: Doktor Faust in 5 Minuten

in Klassiker in fünf Minuten

Christoph Columbus entdeckte Amerika, die Europäer hatten, ohne es noch zu wissen, das Mittelalter verlassen und waren in die Neuzeit eingetreten, und just in diesem historischen Moment wanderte ein Mann durch Süddeutschland, der als Alchimist, Wunderheiler und Wahrsager sein Auskommen zu finden suchte, einen zweifelhaften Ruf erwarb, der, immer mehr ausgeschmückt und weitergesponnen, zu legendärem…

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Schranz © Agnes Altziebler

Nachruf: Helmut Schranz (1963-2015)

in Allgemein

Unser lieber Kollege und Freund, Mag. Helmut Schranz, ist am 6. September 2015 im 53. Lebensjahr nach einer schweren Krankheit verstorben. Der Grazer Autor und Herausgeber, der sein Studium der Germanistik an der Karl-Franzens-Universität abgeschlossen hatte, war seit 2002 am Franz-Nabl-Institut beschäftigt. Dort betreute er die Bibliothek, insbesondere die Zeitungsausschnittsammlung. Helmut Schranz war in der…

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© Olga Flor

Olga Flor: Container

in Writers' Blog

Der Erstickungstod im Kühlcontainer macht fassungslos. Nun wird also die Schlepperei bekämpft. Bedacht wird weniger, dass das Schleppergewerbe auf dem Boden der Abschottung gedeiht, und die ist anscheinend die einzige Antwort einer einfallslosen, uneinigen und, ja, in ihren Folgen unmenschlichen Politik. Das Spiegelbild einer Gesellschaft, deren online- und sonstige Treibjagden an der Empathiefähigkeit zweifeln und…

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© Gerhard Fuchs

Reinhard P. Gruber: Steirerhut

in Objekt des Monats

Gipsskulptur, 14 x 14 x 9 cm, aus dem Vorlass des Autors am Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung „weil kein ‚MODERNER’ mensch mehr zu seinem MODERNEN steireranzug einen hut mit gamsbart tragen will, unter dem diktat der AUSLÄNDISCHEN mode, ist auch schon der entbartung der steirischen gemsen und hüte, sowie überhaupt der entgemsung der steiermark, sowie der…

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DossbearbBalken

NEU GELESEN: Kurt Bartsch über Reinhard P. Gruber

in Dossier neu gelesen

Angesichts von Flüchtlingsströmen und dem Wiederaufleben national getönter Heimatdebatten stellt sich heutzutage erneut die Frage nach der Bedeutung von Heimat und Zuhausesein. In seinem Beitrag „‚Heimat ist, wo irgendeiner wohnt.’ Reinhard P. Gruber, der ‚Heimatentheoretiker’“ untersucht der Grazer Literaturwissenschaftler Kurt Bartsch ausgehend von dessen Punzierung als „satirischer Heimatdichter“ Grubers Umgang mit dem ideologisch überfrachteten Begriff….

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zitat_bukowski

Oliver Bukowski: Jeder für sich und alle miteinander?

in Dossier: Was wird Literatur?

In der Kognitions- und Wahrnehmungspsychologie nennt sich das „Priming“, „WYSIATI“ (What you see is all there is – in etwa: „Nur, was man gerade weiß, zählt“) und „Halo-Effekt“: Wir nehmen ein paar Anfangsinformationen – ob nun vorgegeben oder selbst gesucht – und treten daraus den neuronalen Trampelpfad unserer Annahmen und Vorhersagen. Unsere ersten, schnellen Schlussfolgerungen…

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Doss_Gstrein

NEU GELESEN: Veronika Leiner über Norbert Gstrein

in Dossier neu gelesen

In Dossier 26, 2006 erschien der Beitrag „Fakten und Fiktion bei der ‚Herstellung‘ von Lebensgeschichten“. Am Beispiel des Romans Die englischen Jahre (1999) zeigt darin die Literaturwissenschafterin Veronika Leiner Norbert Gstreins höchst differenzierten Umgang mit historischer Faktizität. Dem Autor wurde ja in der publizistischen Rezeption immer wieder vorgeworfen, verkappte Schlüsselromane (Stichworte: jüdische Emigration im Nationalsozialismus,…

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zitat_lendle

Jo Lendle: Was wird Literatur?

in Dossier: Was wird Literatur?

Die Literatur war immer gut darin, unseren Plänen zuvorzukommen – den Lebensplänen und den Leseplänen. Und auch unseren Vorstellungen von der Literatur selbst. Bevor wir ihr etwas vorschreiben konnten, hatte sie sich schon vorausgeschrieben. Sie ist nicht nur in dieser Hinsicht ein Schlingel. Ich fürchte daher, nicht wir haben darüber zu befinden, was Literatur wird….

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nenik

Francis Nenik: Eine Geschichte aus der Geschichte der Zukunft der Literatur

in Dossier: Was wird Literatur?

Am 4. Oktober 1798 erklärte der aus Jena stammende und im Botanischen Garten der Stadt tätige „Sämereyencatalogisirer“ Johann Gottfried Hebelmann: „Wir müssen uns die künftige Poesie als einen Thurm aufein­andergestapelter Igel vorstellen.“1 Nun, die These ist gewagt, und sie wird es umso mehr, wenn man bedenkt, dass sich Hebelmann selbst als einen „Dilettanten in dichterischen…

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Rossel_Beitragsbild

Ursula Timea Rossel:
Babylonisches Bier

in Dossier: Was wird Literatur?

Ipiq-Aya war ein babylonischer Schreiber. Sein Epos Atrahasis aus dem zweiten Jahrtausend vor Christus wurde Literatur: die Sintflut (die Ipiq-Aya natürlich nicht selber erfand) schlug sich in unzähligen Mythen und Erzählungen nieder und wurde Baustein heiliger Texte von Weltreligionen. Darum wissen wir, dass wir Menschen erschaffen wurden, um die Götter von ihrer gewaltigen Arbeit zu…

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