Qualität, Vielfalt und Gegenwartsbezug sind die programmatischen Leitgedanken des Literaturhauses Graz. In mehr als einhundert Veranstaltungen pro Jahr werden in einem ausgewogenen Verhältnis steirischen, österreichischen, deutschsprachigen und internationalen Autorinnen und Autoren präsentiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt, vorgegeben auch in der geographischen Lage der Stadt, auf dem Raum Südosteuropa.

Über das Format der klassischen Lesung hinaus versteht sich das Literaturhaus Graz als diskursiver Raum: Gespräche, Vorträge, Diskussionen, Performances und alle gegenwärtigen Formen der Vermittlung und Reflexion von Literatur haben hier ihren Platz. Ausgehend vom Gedanken, dass ein Literaturhaus nicht allein die aktuelle, sondern auch die historische Vielfalt des literarischen Schaffens und seine Relevanz für die Gegenwart zu zeigen und zur Diskussion zu stellen hat, bietet das Literaturhaus Graz in seiner Programmgestaltung ein breites Spektrum literarischer Formen und Ausdrucksmöglichkeiten. Neben dem Roman wird Lyrik, neben dem Gängigen Eigenwilliges und neben der Erwachsenenliteratur mit dem Festival bookolino ein renommiertes Kinder- und Jugendprogramm geboten.

Neue Formate haben sich am Literaturhaus Graz etabliert: Die Reihe „Klassiker revisited“ wurde gemeinsam mit LehrerInnen entwickelt und richtet sich an SchülerInnen der Oberstufe, ohne das allgemeine Publikum auszuschließen. „Thementage“ kombinieren eine Abendveranstaltung mit studentischen Workshops. In den „Grazer Vorlesungen zur Kunst des Schreibens“ denken Vertreter der Wissenschaft, des Journalismus und der Literatur über ihr Schreiben nach . Darüber hinaus findet jeden Herbst ein Festival statt, bislang war es den Themen „Was wird Literatur?“ (2015) und „Was für ein Theater? Wolfgang Bauer und Werner Schwab“ (2016) gewidmet.