Schmatz © privat, Bleistiftzeichn. © August Hoffmann 1833, wikipedia
Schmatz © privat, Bleistiftzeichn. © August Hoffmann 1833, wikipedia

Ferdinand Schmatz: „Mein Büchner“

Di 12.12.2017 / 18:00 Uhr
Kategorie:

Moderation: Christian Neuhuber.
Lesung aus Woyzeck: Rudi Widerhofer.

„Mein“ Büchner, das ist der Dichter des Lenz und des Woyzeck, der analytischen Verstand mit feinnervigster Psychologie und daraus entspringender Menschenkenntnis verbindet. Dies in fragmentarisch angelegten Transformationen, Über-Setzungen im idealen Sinn, die sich jeder kanonischen Zuschreibung entziehen. Büchners sogenannte offene Form ist nicht nur eine gesuchte theatralische, sondern Ausdruck der Erkenntnis von der Unmöglichkeit des Ganzen, auch als Form. Darin finden sich die dorthin Verschlagenen als zu Objekten degradierte Versuchs- und gebrauchswesen, die ihren fremdbestimmten Status mit einer Art Selbstschuld noch verstärken – aber ohne sich in die Opferrolle allein zu begeben: Sie begehren auf, und der größte Schrei trifft mit aller Schärfe in den eigenen Leib, der nur noch eins hat, den freien Geist zur Entscheidung abzugehen oder sich weiterhin zu unterwerfen. (F. Schmatz)

Junges Literaturhaus:
Eintritt für Schulklassen 2 Euro

Preis: € 6,00
Preis ermäßigt: € 4,00
Raum: Saal
Tickets: verfügbar

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