Strasser © Michaela Vretscher
Strasser © Michaela Vretscher

Peter Strasser liest aus „Spenglers Visionen – Hundert Jahre >Untergang des Abendlandes<"

Di 08.05.2018 / 19 Uhr
Reihe:

Moderation: Thomas Macho (IFK Wien).

1918 erschien im Wiener Traditionsverlag Braumüller der erste Band von Oswald Spenglers Der Untergang des Abendlandes. Das Buch machte augenblicklich Furore. Prophetisch mutete die Diagnose universaler Friedlosigkeit an: „Menschengeschichte ist Kriegsgeschichte.“ Der scharfe Blick auf Misere und Ödnis jener Zivilisation, wie sie sich nach dem 1. Weltkrieg abzeichnete, blieb unübertroffen. Doch Spenglers Werk ist auch voller Irrtümer. Missbilligung des liberalen Charakters, der demokratischen Gesittung und eines Lebens ohne Furcht führt zum Missverstehen westlicher Werte. Heute gründet Spenglers Aktualität vornehmlich im Gedankengut neurechter Bewegungen. Man versammelt sich wieder „unter der Fahne“, bereit zum Kampf gegen alles „Fremde“. Demgegenüber will die vorliegende Studie dem Denker des Untergangs gerecht werden. Dieser darf getrost – und gegen seine Absicht – als Mahner vor dem „Raubtier Mensch“ gelesen werden.

Mitwirkende: Thomas Macho / Peter Strasser
Preis: € 6,00
Preis ermäßigt: € 4,00
Raum: Saal
Tickets: verfügbar

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