Menasse © Rafaela Pröll, Suhrkamp; Liessmann © Heribert Corn, Zsolnay
Menasse © Rafaela Pröll, Suhrkamp; Liessmann © Heribert Corn, Zsolnay

Robert Menasse: „Die Vertreibung aus der Hölle“

Mo 27.11.2017 / 19:00 Uhr
Kategorie:

Vortrag: Konrad Paul Liessmann.
Lesung: Robert Menasse.
Moderation: Klaus Kastberger.

Robert Menasses Roman „Die Vertreibung aus der Hölle“, erschienen im Jahr 2001, gehört zu jenen Grundbüchern der österreichischen Literatur, die formal und thematisch das Österreichische gleichermaßen konstituieren und sprengen. Der Text changiert souverän zwischen drei Erzählebenen, die das ausgehende 20. Jahrhundert, die österreichische Nachkriegszeit bis in die 70er Jahre und die jüdische Diaspora des 17. Jahrhunderts umfassen. Zwischen den Protagonisten, dem österreichischen Historiker Viktor Abravanel und dem portugiesisch-niederländischen Rabbiner Samuel Manasseh ben Israel liegen, liegt jene historische Distanz, die gleichwohl  die innersten Zusammenhänge der erinnerten Geschichte imstande ist freizulegen. Die zentralen Fragen unserer Zeit, das Wechselspiel von Heimat und Vertreibung, Erinnern und Vergessen, Flucht und Wiederkehr, Kontinuität und Abkehr erfahren in diesem Roman einen ebenso erschütternde, philosophisch gesättigte,  wie mitunter aber auch groteske poetische Konkretion. (Konrad P. Liessmann)

In Kooperation mit der Alten Schmiede Wien und dem Stifterhaus Linz.

Preis: € 6,00
Preis ermäßigt: € 4,00
Raum: Saal
Tickets: verfügbar

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