„Wie es mit der Literatur weitergeht“. 60 Jahre Literaturzeitschrift manuskripte. Tag 2

Fr 24.04.2020 / 09 Uhr
Kategorie:

Symposium des Franz-Nabl-Instituts im Literaturhaus Graz.
Mit: Katharina Pektor, Stefan Maurer, Daniela Bartens, Holger Englerth, Verena Stauffer und Julia Weber.

9:00 bis 10:30 Uhr
Katharina Pektor: Handkes manuskripte

Handke in den manuskripten. Handke über die manuskripte. Handke über Autoren der manuskripte sowie manuskripte-Autoren über Handke. Die manuskripte für Handke und Handke für die manuskripte. Zuletzt Handkes Autoren in den manuskripten.

Stefan Maurer: Nicht marginal. Elfriede Jelinek und die manuskripte

Elfriede Jelinek zählt seit der „Realismusdebatte“ 1969 zu den Fixsternen der manuskripte. Der Vortrag wird sich nicht nur auf die wechselvolle Beziehung der Nobelpreisträgerin zur Grazer Literaturzeitschrift konzentrieren, sondern dabei auch Jelineks Anfänge im literarischen Feld kontextualisieren. Im Vortrag werden sich dabei biographische, dokumentarische und intertextuelle Ansätze ergänzen.

11:00 bis 12:30 Uhr
Daniela Bartens: „glücks-anzüge“ und „servo-narzisse“. Oswald Wiener und die manuskripte

Oswald Wiener „war mit seiner Verbesserung von Mitteleuropa (manuskripte Nummern 13-25) der Mittelpunkt der manuskripte… Ihm vor allem verdanken die manuskripte den Sprung aus der Schwerkraft der Provinz“, befindet Alfred Kolleritsch in einer Marginalie 2006. Wieners Rolle als Theoretiker und Vordenker einer strengen Avantgarde ist in der Literaturgeschichtsschreibung kanonisiert, sein Konzept des „bio-adapters“ als eines selbstregulierenden „glücks-anzugs“ ist heute in der Wirklichkeit (und im Mainstream-Kino) angekommen und wurde – auch jenseits des Avantgarde-Kontexts – für zahlreiche manuskripte-Autoren zum Bezugspunkt.

Holger Englerth: Die anderen Marginalien. Singuläre Auftritte in den manuskripten

Von bislang rund 5.000 Beiträgen in den manuskripten stammen 770 von Autorinnen und Autoren, die nur ein einziges Mal in der Zeitschrift veröffentlichten. Diese Texte spielen bislang kaum eine Rolle für die ‚Master‘-Erzählung der manuskripte. Diese Texte vom Rande der Wahrnehmung in den Mittelpunkt der Betrachtung zu rücken, ermöglicht eine Darstellung der Zeitschrift als jenes riskante und vielfältige Projekt, das sie auch war und immer noch ist. Der Blick auf das „Einmal und nie wieder“ soll eine Geschichte der manuskripte von ihren Rändern ermöglichen.

Das Symposium wird von gleich zwei literarischen Blogs begleitet. Verena Stauffer befüllt die digitalen Sprachrohre der manuskripte (Website, FB, Twitter, Instagram) mit Texten und Bildern, Julia Weber dokumentiert die Veranstaltung auf der Schreibmaschine. Ihre Typoskripte werden im Stil der allerersten manuskripte-Ausgabe laufend vor Ort hektografiert und geheftet und können als Souvenir mit nach Hause genommen werden.

Konzeption: Stefan Maurer und Andreas Unterweger.

Eine Veranstaltung des Franz-Nabl-Instituts für Literaturforschung und des Literaturhauses Graz in Kooperation mit manuskripte – Zeitschrift für Literatur

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