© Gerhard Fuchs
© Gerhard Fuchs

Arthur Schnitzler: Widmungsexemplar an Franz Nabl

in Objekt des Monats

Arthur Schnitzler: Sterben. Novelle, 3. Aufl. Berlin: S. Fischer 1901. Franz Nabl Bibliothek.

Anfang Februar 1907 schickt der Student und angehende Schriftsteller Franz Nabl (1883-1974) seine Novelle Der Schwur des Martin Krist im Manuskript an den schon arrivierten Arthur Schnitzler (1862-1931), weil er darauf aufmerksam gemacht wurde, dass sein Text Parallelen zur (schon 1894 erstveröffentlichten) Erzählung Sterben aufweist. In seiner Antwort (Brief v. 6.2.1907) zerstreut Schnitzler die Bedenken Nabls, da die Ähnlichkeit nur „manchmal irgendwo in den Tiefen“ bestehe, „ganz selbständig erdacht“ und geschrieben worden sei, „ohne meine Novelle zu kennen, von der ich Ihnen mit verbindlichem Dank und Gruss […] ein Exemplar zuzusenden mir erlaube“. An diesen Erstkontakt schließt sich in der Folge eine lose Korrespondenz (bis 1911) und ein Treffen, wobei die – durchaus gegenseitige – Wertschätzung im Fall Nabls von großer Bewunderung geprägt ist. 1927 kommt es noch zu einem kurzen Briefwechsel, den Schnitzler dann nicht mehr fortsetzt.

Gerhard Fuchs

Arthur Schnitzler: Widmungsexemplar an Franz Nabl | Literaturhaus Graz Arthur Schnitzler: Widmungsexemplar an Franz Nabl | Literaturhaus Graz