Gastprogramm
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Buchpräsentation – Nicole Streitler: „Nachkommenschaft“
Di., 15.09.2026 - // 19:00 Uhr -
Nicole Streitler: „Nachkommenschaft“
Kategorie: Lesung & Gespräch
Moderation: Britta Badura
freier Eintritt
Der Roman verwebt drei Generationen einer Familie zwischen Trentino, Vorarlberg und Wien mit einer persönlichen Gegenwartserzählung. Ausgangspunkt ist Natale, die im Hungerjahr 1916 aus dem Trentino in den Bregenzerwald kommt, heiratet, Kinder bekommt und nach dem frühen Tod ihres Mannes um Existenz und Selbstbestimmung kämpft. Ihre Geschichte führt durch soziale Aufstiege, politische Umbrüche, Antisemitismus und Krieg. Parallel reflektiert die Ich-Erzählerin ihre eigene Biografie: akademische Laufbahn, Liebesbrüche, Mutterschaft, psychische Krisen. Der Text verbindet historische Recherche mit autofiktionalen Elementen, zeigt weibliche Lebensentwürfe im Wandel des 20. Jahrhunderts und thematisiert Herkunft, Identität, Liebe und Verlust.
Nicole Streitler, geb. 1972 in Dornbirn/Österreich. Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Autorin. Lebt in Graz und in Wien. „Nachkommenschaft“ (Bibliothek der Provinz, 2026) ist ihr fünftes literarisches Buch.
Eröffnung des Zentrums für Psychotherapie (Uni Graz)
Mi., 16.09.2026 - // 15:00 Uhr -
Zukunftsvisionen /Future Visions
Mo., 05.10.2026 - // 18:00 Uhr - Institut für Philosophie, Uni Graz
Vortrag und Diskussion – Wenn Worte zu Waffen werden
Mo., 12.10.2026 - // 18:00 Uhr -
Wenn Worte zu Waffen werden – Sprache als politisches Instrument für Aufrüstung und Militarisierung
Die Europäische Union hat sich entschieden.
Aufrüstung und Militarisierung, um kriegstüchtig zu werden und im Wettkampf um die weltweite Neuaufteilung von Macht und Ressourcen mitmischen zu können.
Die österreichische Bundesregierung hat sich entschieden.
Stärkung der Kriegsfähigkeit durch Aufwertung und Aufrüstung des Militärs statt Sicherheit durch sozialen Frieden und Stärkung unserer Demokratie und Neutralität.
Wer aufrüsten will, muss dafür zuerst die Köpfe der Menschen gewinnen, und dabei spielt Sprache als mächtiges „Werkzeug“ für Medien und Politik eine wesentliche Rolle. Durch gezielten Einsatz bestimmter Begriffe, Verharmlosungen oder den Hinweis auf Unvermeidbares wird Aufrüstung in der Gesellschaft als alternativlos dargestellt, ja als „Friedenssicherung“ bezeichnet.
Waffen werden als „Schutzschirme“ vermarktet und diplomatische Alternativen als „Schwäche“ hingestellt.
Friedensengagierte Menschen und Pazifist*innen werden lächerlich gemacht, als Naivlinge und „realitätsferne Träumer“ abgetan oder als Feiglinge und Drückeberger diskreditiert.
Viele Menschen spüren eine tiefe Angst. Sie wollen keinen Krieg, werden systematisch verunsichert und sind einseitiger Berichterstattung ausgeliefert.
Mit unserer Veranstaltung wollen wir die Mechanismen hinter der sprachlichen Aufrüstung entschlüsseln und diskutieren, wie diese Dynamiken durchbrochen werden könnten.
Vortrag und Diskussion
Ruth Wodak, Emerita Distinguished Professor of Discourse Studies (Lancaster University, UK), international bekannte und vielfach ausgezeichnete Sprachsoziologin und Diskursforscherin: u.a. Wittgensteinpreis für Spitzenforscher*innen, Großes Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich, Käthe-Leichter-Lebenswerk-Preis, Bruno Kreisky Preis
Moderation: Christian Stenner (GIFFUN)
Montag, 12. Oktober 2026, 18 Uhr
Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30
Freier Eintritt