Konrad Paul Liessmann

Konrad Paul Liessmann, geboren 1953 in Villach, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Wien und habilitierte sich ebendort 1989. 1995 folgte die Ernennung zum außerordentlichen Universitätsprofessor am Institut für Philosophie der Universität Wien, 2011 die Berufung auf die Professur für Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik, die er bis 2021 innehatte. Darüber hinaus war er von 2014 bis 2022 Leiter des Universitätslehrganges „Philosophische Praxis“ an der Universität Wien. Seit 1996 ist er wissenschaftlicher Leiter, seit 2024 Co-Intendant des „Philosophicum Lech“ und Herausgeber der gleichnamigen Buchreihe im Zsolnay-Verlag.

Für seine wissenschaftlichen und essayistischen Veröffentlichungen zu Fragen der Ästhetik, Kunst- und Kulturphilosophie, zur Gesellschafts- und Medientheorie, zur Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts und zur Bildungstheorie erhielt Konrad Paul Liessmann zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik (1996), den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz im Denken und Handeln (2003), die Auszeichnung als „Wissenschafter des Jahres 2006“, den VIZE 97 der Dagmar und Vaclav Havel Foundation Prag (2010), den Paul Watzlawick-Ehrenring (2016); das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse der Republik Österreich (2023) sowie den Wilhelm Hartel-Preis 2024.

 

Publikationen, zuletzt:
Theorie der Unbildung. Die Irrtümer der Wissensgesellschaft (Szolnay 2006)
Zukunft kommt (Styria 2007)
Schönheit (facultas 2009)
Das Universum der Dinge. Zur Ästhetik des Alltäglichen (Zsolnay 2010)
Lob der Grenze. Kritik der politischen Unterscheidungskraft (Zsolnay 2012)
Philosophie der modernen Kunst (facultas 2013)
Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift (Zsolnay 2014)
Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam? Mythologisch-philosophische Verführungen (Hanser 2016, gem. mit Michael Köhlmeier)
Bildung als Provokation (Zsolnay 2016)
Die kleine Unbildung. Liessmann für Analphabeten (gem. mit Nicolas Mahler, Zsolnay 2018)
Der werfe den ersten Stein. Mythologisch-philosophische Verdammungen (gem. m. Michael Köhlmeier; Hanser 2019)
Das alles sind bösartige Übertreibungen und Unterstellungen (Zur Kunst des Schreibens, Droschl 2020)
Alle Lust will Ewigkeit. Mitternächtliche Versuchungen (Hanser 2021)
Lauter Lügen (Zsolnay 2023)
Gedankenspiele über die Verantwortung (Droschl 2023)
Der Plattenspieler (Residenz 2025, Reihe „Dinge des Lebens“)
Was nun? Eine Philosophie der Krise (Zsolnay 2025)