Mi., 18.11.2026

19:00 Uhr

Feridun Zaimoglu: Poem Noir

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Veranstaltungsdatum: Mi., 18.11.2026 // 19:00 Uhr

Kategorie: Lesung & Gespräch

Reihe: druckfrisch

Im Gespräch mit: Johanna Öttl

Feridun Zaimoglus Vignetten und Miniaturen lesen sich als Übungen in der Abseitigkeit. Die vermeintlich klare Grenze zwischen Wirklichkeit und Wahn, Zärtlichkeit und Härte, Intimität und Bedrohung zerfließt. In sinnlicher und unerbittlicher Sprache schafft Zaimoglu kleine archaische Stücke über die Welt hinter den Spiegeln, ertastet das Ungefähre, das Unscharfe. Die Menschen, von denen Zaimoglu hier spricht, sind nicht souverän. Sie sind verwickelt, beschädigt, ausgesetzt. Sie zerfließen an dem, was sie fühlen, was sie einander antun, was ihnen eingeschrieben wurde. Ein düster glänzender Band über die Rückseite des modernen Lebens.

Feridun Zaimoglu
Zaimoglu © Kaja Grope, taz
Geboren 1964, kam mit sechs Monaten als Sohn türkischer Gastarbeiter nach Deutschland. Er studierte Kunst und Medizin in Kiel, wo er seitdem als Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker arbeitet. Für sein Schreiben wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Walter Kempowski Preis 2025. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, seit 2011 Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg und Mitgründer des PEN Berlin.Mehr erfahren
Johanna Öttl
Öttl © privat
Geboren 1983 in Linz, studierte Germanistik und Anglistik in Salzburg, Wien und Liverpool, hat an Universitäten im In- und Ausland gelehrt und geforscht, war Teil des Lyrikverlags hochroth wien, hat bei der Literaturzeitschrift wespennest gearbeitet. Rezensionstätigkeit (u. a. Die Presse, Literatur und Kritik), Jurytätigkeit (u. a. Österreichischer Buchpreis, Alfred-Kolleritsch-Würdigungspreis, Großer Kunstpreis des Landes Salzburg für Literatur). Seit 2018 kuratiert sie das Literaturprogramm der Alten Schmiede Wien.Mehr erfahren
Mi., 18.11.2026
Datum
19:00 Uhr
Uhrzeit
€ 10,00
Preis
€ 8,00
Preis ermässigt

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