
Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945
Symposium am Franz-Nabl-Institut der Universität Graz
8.–10.4.2026, Literaturhaus Graz
Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945, das sind Bücher, die durch ihre Themenwahl, durch Eigenarten ihrer sprachlichen Gestaltung oder durch ihre ästhetischen Autonomien eine exemplarische Stellung eingenommen haben. In der gleichnamigen Veranstaltungsreihe wurden bisher einhundert Grundbücher besprochen.
In den einzelnen Veranstaltungen wird auf diese Texte, die nicht allein klassische Prosa umfassen, jeweils ein literaturwissenschaftlicher oder literaturkritischer Fokus gelegt. Die Autorinnen und Autoren selbst bzw. in deren Stellvertretung jemand aus ihrer Kollegenschaft bringen in die Veranstaltungen eine produktionsästhetische Perspektive ein. Zum Abschluss gibt es ein verbindendes Gespräch, das einen wesentlichen Teil des Gesamtkonzeptes darstellt.
Das gegenständliche Symposium hat zum Ziel, diese spezifische Art der Auseinandersetzung mit der österreichischen Literatur nach 1945 mit jenen literaturhistorischen Hintergründen zu konfrontieren, die sich in eher konventionell geprägten Literaturgeschichten
finden. Über diesen methodologischen Schwerpunkt hinaus wird es in den Vorträgen und Gesprächen aber auch darum gehen, den in der Grundbuch-Reihe stark akzentuierten einzelwerkbasierten Ansatz zu verlassen und innerhalb des Netzwerkes der österreichischen Literatur nach 1945 möglicherweise auch noch andere und überraschende Verbindungslinien zu sehen. So lädt das Symposium auf der Basis von einhundert Grundbüchern zu einer Neuerkundungen der österreichischen Literatur seit 1945 ein.
Konzept: Klaus Kastberger, Kurt Neumann
Organisation: Elisabeth Loibner
Literaturhinweis: Klaus Kastberger/Kurt Neumann (Hg.): Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945. Erste bis vierte Lieferung (= Profile. Band 14, 20, 26 und 33), Wien: Zsolnay 2007, 2013, 2019 und 2025.
veröffentlicht am 11. Februar 2026 in Allgemein
© Lena Prehal