Ödön von Horváth, 1928. © Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek
Ödön von Horváth, 1928. © Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek

„Ich denke ja garnichts, ich sage es ja nur.“ – Ödön von Horváth und das Theater

in Allgemein

Ausstellung am Franz-Nabl-Institut / Literaturhaus Graz,
10.1.2020 bis 23.3.2020, Eröffnung: 9.1.2020, 19 Uhr.

Die ungebrochene Faszination, die Ödön von Horváths Stücke bis heute ausüben und die politisch-kulturelle Aktualität der darin verhandelten Themen sind die grundlegenden Impulse, die der Ausstellung zugrunde liegen. Anhand dreier ausgewählter Stücke, Italienische Nacht, Geschichten aus dem Wiener Wald (beide 1931) und Kasimir und Karoline (1932) werden den BesucherInnen verschiedene Zugänge zum Werk Horváths, seinem Verhältnis zum Theater aber auch zu den Kontexten der Weimarer Republik ermöglicht. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei einer Themenreihe, die Horváths Œuvre durchzieht: Erotik, Politik und Ökonomie.
Entwürfe und frühe Fassungen zu seinen bekannten Werken geben Einblick in die spezifische Arbeitsweise des Autors, seine kunstvolle Verwendung und literarische Aufladung trivialer Szenen und kolportagehafter Vorlagen ebenso wie seine eminent theaterpraktische Denkweise. Eine wichtige Quelle für diesen Aspekt der Ausstellung ist auch die historisch-kritische Ausgabe Ödön von Horváths, die von den KuratorInnen editorisch betreut wird und am Franz-Nabl-Institut der Universität Graz entsteht. Die Materialien aus dem Nachlass Horváths am Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek werden in der Ausstellung ergänzt um zahlreiche Objekte aus Archiven, Museen und Bibliotheken des gesamten deutschsprachigen Raums, die Horváths Leben und Werk sowie die spezifische Kultur der Zwischenkriegszeit beleuchten.

In Kooperation mit dem Theatermuseum Wien.

Ein umfangreicher Katalog ist im Verlag Jung und Jung erschienen.

KuratorInnen: Nicole Streitler-Kastberger und Martin Vejvar.
Konzept: Andreas Kugler, Nicole Streitler-Kastberger und Martin Vejvar
Gestaltung: Peter Karlhuber und Gerhard Spring

Eintritt frei!

Öffnungszeiten: 10.1.2020 bis 23.3.2020, Mo-Do 16-19 Uhr, So 10-16 Uhr

  • Kuratorenführungen:
    Fr., 10.1.2020, 14:30 Uhr für PädagogInnen (Anmeldung bis 8.1. an elisabeth.loibner@uni-graz.at)
    Do., 5.3., 17 Uhr für alle (Anmeldung unter literaturhaus-graz.at direkt beim Veranstaltungseintrag)
    Auch außerhalb der Öffnungszeiten für Gruppen & Schulklassen nach Vereinbarung mit nicole.streitler-kastberger@uni-graz.at