Werner Schwab: Die Präsidentinnen

Werner Schwab: Die Präsidentinnen

Do 01.02.2018 / 19 Uhr

Vortrag: Klaus Zeyringer,
Lesung: Marlene Streeruwitz, Klaus Kastberger, Kurt Neumann.
anschließend Gespräch.

In seinem Vorwort zur Buchpublikation der Fäkaliendramen, als deren erstes Stück Werner Schwab Die Präsidentinnen publizierte, schreibt er, Theater sei „so eine Art metaphysisches Bodenturnen“. Der Klappentext verweist auf die Tradition des Volksstückes, auf Vorgänger wie Horváth oder Fleißer. Tatsächlich haben Anfang der 1990er Jahre, auf je sehr unterschiedliche Art, Marlene Streeruwitz und Werner Schwab mit ihren Texten eine je originelle Melange literarhistorischer Verweise und moderner Zustände, „Schwachstellen in unserem sozialen Gefüge“, wie es in Schwabs Band heißt, und austriakischer Vorgänge auf das Theater gebracht. Das wohl intensivste von Schwabs Bruch-Stücken des Ersprechens, Die Präsidentinnen, ist eine böse Farce in neuartigem Sprachaberwitz, mit deren Uraufführung 1990 der rapide Aufstieg des Autors begann. Die für Literatur aus österreichischem Kontext oft so wesentliche Sprachskepsis steigert Schwab, seine Sprachdestruktion lässt zugleich die Worte wuchern. Der erste Satz des Präsidentinnen-Textes ist Widerrede, es folgt eine Zerstörung kleinbürgerlicher Gewissheiten, wie sie kaum ihresgleichen hat: existenziell, sozial, sprachlich – allerorten, und zwischen den Worten das Epizentrum Österreich, Mariazell und Waldheimat. (Klaus Zeyringer)

Mit Dank an den S. Fischer Verlag für die freundliche Genehmigung.

In Kooperation mit der Alten Schmiede Wien und dem Stifterhaus Linz.

Hinweis: Am 4.2.2018, 20 Uhr findet im Schauspielhaus Graz ein Abend zum 60. Geburtstag von Werner Schwab statt: >>Nähere Infos

 

Preis: € 6,00
Preis ermäßigt: € 4,00
Raum: Saal
Tickets: verfügbar

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